Google kann Gewinn weiter steigern
Erst am Anfang des Jahres gab es ziemlich einschneidende Änderungen beim Internet-Konzern Google. Mitgründer Larry Page übernahm die Geschäftsführung von Eric Schmidt. Page wollte Google wieder agiler machen und auf die Konkurrenz durch Facebook reagieren. Die Investoren waren jedoch eher skeptisch, immerhin hatte Page im Gegensatz zu Schmidt noch keine Erfahrung mit der organisatorischen und wirtschaftlichen Führung von Großunternehmen.
Nun wurden die ersten Geschäftszahlen veröffentlicht, welche nur die Zeit von Page als Google-CEO betreffen – konkret die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2011. Und obwohl Google seine Ausgaben gesteigert hat – was zu Kritik von Anlegern führte – konnte Google auch den Gewinn deutlich steigern. Der Gewinn betrug 2,51 Milliarden US-Dollar, im gleichen Quartal des Vorjahres waren es erst 1,84 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet eine Steigerung von 36 Prozent, über das gesamte Jahr hinweg erscheint damit ein Gewinn von mehr als 10 Milliarden Dollar möglich.
Ein Teil der gesteigerten Ausgaben ist auf Googles neue Social Networking Platform Google+ zurückzuführen. Analysten zufolge wurden mehr als 200 Millionen Dollar in dessen Entwicklung gesteckt. Diese Investitionen dürften sich ausgezahlt haben – nicht nur die zahlreichen Tester waren begeistert. Der unter Page anfangs sinkende Aktienkurs stieg nach der Vorstellung von Google+ und der Bekanntgabe der rasant wachsenden Nutzerzahlen schnell wieder an.

Damit es auch in Zukunft so weiter geht, will Page weiter auf Verschlankung und Bürokratie-Abbau setzen. Neuerungen sollen in Zukunft damit wieder schneller umgesetzt werden können. Um das zu erreichen, will sich Google jedoch auch von manchen erfolglosen Entwicklungen trennen und sich auf weniger Produkte konzentrieren.